utopiawork
Kritik der Gegenwart und Rückeroberung der Zukunft

Nokia und Subventionen

Mehr oder weniger 4000 Arbeitsplätze stehen bei Nokia in Bochum auf dem Spiel. Der finnische Handy-Konzern soll Subventionen erhalten haben; und plant nun ein Werk in Rumänien. Irgendwie klingt das alles doch logisch. Mit subventionierten Handys kennt man/frau sich ja aus, nicht zuletzt bei Nokia. Der Hersteller nutzt im Grunde bloß die Gunst der Stunde. Zuerst halten sich die Konsumenten die vermutlich gesundheitsschädlichen Mobiltelefone an den Schädel; dann verlieren die braven Mitarbeiter und die lieben Mitarbeiterinnen ihre Jobs – weil die Deutschen zu teuer sind.

Schließlich ist es besser, Steuergelder in Arbeitsplätze zu pumpen, um anschließend weitere Subventionen in andere Standorte aufgehen zu lassen. Deshalb erweitern die Europäer auch gerne ihre EU, damit noch günstiger produziert werden kann. Es geht auch billiger. Wir sind doch nicht blöd. Wer diese Logik nicht durchschaut, darf weiter Preise vergleichen und sich selbst bei eBay verhökern. Wie naiv sollte eine Gesellschaft bleiben, damit sie nicht zu sagen wagt: Nö !!!!? (Ya basta!)

Warum basteln die ehemaligen „Familienmitglieder“ trotzig an den beliebten Funkknochen weiter? Einige Nokia-Angestellte schwärmen immernoch vom ehemaligen Betriebsklima und von den schönen Zeiten in der kuscheligen Firma. Längst schon zeigen sich vor aller Augen die Fratzen der Unternehmen. Aber die dämonischen Kapitalverhältnisse werden von den Menschen viel zu leichtfertig in kleine Teufelchen verwandelt, die nur das „Spielzeug“ ihrer Sklaven klauen. Nein, die Leute werden ganz offensichtlich und irgendwie äußerst lässig für dumm verkauft. Zwischendurch saniert sich Nokia dumm und dämlich – und lacht sich ins Fäustchen. (Obwohl es eine riesige Faust ist, die alles zerschlagen kann, wenn sie Lust darauf hat!)

Die Tragik darin ist, dass es keinen „Herr Nokia“ gibt, dem das Nokia-Heer die Akkus hinterherwerfen könnte. Es scheint unmöglich zu sein, sich einen Verantwortlichen zu schnappen, um ihn in einer finnischen Sauna durch Zwangsarbeit zur Besinnung zu bringen. Konzerne sind eben anonym, global, abstrakt – und im wahrsten Sinne des Wortes: nicht zu fassen. Es wäre vielleicht am besten, das N, das I und das A abzumontieren und unter Eigenregie weiter mobile Telefone zu bauen. Dann ist alles OK. Denkt mal darüber nach…

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