utopiawork
Kritik der Gegenwart und Rückeroberung der Zukunft

Über den „Vorhang“ hinaus…

Die auf der Hand liegende Problematik ist immer noch, dass die Schwierigkeiten und Gefahren, die vor uns liegen (und uns schon gegenwärtig sind) nur einem relativ geringen Anteil der Bevölkerung bewusst vor Augen liegen.
Die allgemeine Unzufriedenheit, die Angst, Arbeitslosigkeit, Perspektivenlosigkeit etc. etc. sind nur latente Ahnungen und Massenbegleiterscheinungen.
Die Sehnsucht nach Leben, Freiheit und Frieden hat sich noch nicht in Tun, in Handeln und Denken umgesetzt.

Wir haben bislang kein Rezept, keine Strategie, keine Pläne, das Ruder deutlich herumzureißen. Außerdem ist uns „Etwas“ (die Elite, die Herrschaft, die Regierung, wer auch immer) stets einen Schritt voraus; so mein Eindruck.
Noch rennt die Freiheit der Unterdrückung hinterher…

Was „Groß“ ist und was „Klein“, um was für ein quantitatives Ideal es geht, ist hierbei weniger von Bedeutung, da alles ein Puzzleteilchen im Gesamtbild darstellt. Ein Forum als Anlaufstelle für Gleichgesinnte bieten, ist ein Aspekt, eine Aktionsgemeinschaft voran bringen wiederum ein weiterer…
All diese Aspekte bilden zusammengenommen ein qualitatives Ideal, das es zu erfüllen gilt!

Jedoch: Was dann? Und wie weiter? Wie/Wann fangen wir an, darüber hinaus zu denken?

Was benötigen wir, um sozusagen nach den Sternen zu greifen und unser Schicksal in die Hände zu nehmen? Gemeinsam, für Alle!?

Ich weiß ja noch nicht mal, von was die Rede sein könnte! Von Revolution, von bloßem mentalen Widerstand, von Überleben, von Was? Ich denke wir haben gar keinen Begriff von dem, was auf uns zu kommt. Wir kennen nur einige Parallelen aus der Geschichte und haben vage Vorahnungen und ziehen unsere mehr oder minder konsequenten Schlüsse daraus.

Was sich hinter dem düsteren Vorhang der Geschehnisse um uns herum verbirgt, wissen wir gar nicht!

Aber könnten wir uns vorstellen, den Vorhang zu zerreissen, wollen wir es wagen, hinter die Kulissen dieser Realität zu schauen???
Erschaffen wir unser eigenes Bühnenbild?

Ja, wir dürfen noch träumen, und lieben und lachen… wir müssen es sogar, denn wir sind fähig dazu; fähig zu weinen, zu hassen, aber eben auch zu lieben und glücklich zu sein.
Und einige sind vermutlich sogar verpflichtet (auserwählt???), all ihre Fähigkeiten, ihr Wissen und ihr Können in die Waagschale zu legen, um von den grenzenlosen Möglichkeiten hinter dem Vorhang ein klareres Bild zu erhalten.

Vor uns liegen Täuschungen, Enttäuschungen, Schmerzen, Wunder… bis wir erst zum Vorhang gelangen können…
und dann… öffnet sich ein Spalt, und dahinter: … Nichts.

Früher oder später müssen wir uns auch damit auseinander setzen,
was wir überhaupt dort vorfinden wollen, und welche Mittel und Wege GERECHTfertigt sind, das alles zu erreichen!

Preguntando Caminamos… fragend schreiten wir voran.
Wenn die Ungewissheit einer schlagartigen Gewissheit weichen sollte, müssen wir schon vorbereitet sein. Denn dann erst schlägt DIE Stunde, der „Kairos“ – der rechte Augenblick!
Bevor wieder die altbekannten Mächte in neuen Formen die Herrschaft an sich reißen, müssen Herrschaft und Macht mehr und mehr irrelevant geworden sein.

Das ist die abstrakte Aufgabe. Füllen wir sie mit Leben!
Dann ist nichts mehr undenkbar, hinter dem Vorhang…
Möge uns das in Erinnerung bleiben.

Ein blauer Himmel für Alle.

F.S. / Stuttgart im September 2008

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